Reisebericht Mexiko: Dienstreise zwischen Acapulco und den Kupferschluchten
Reisebericht Mexiko – ein persönlicher Bericht von Michele Singh
In meinem Reisebericht Mexiko nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Tour. Mexiko-Reisen sind für mich kein unbekanntes Pflaster, doch diese Reise hatte etwas Außergewöhnliches. Erst die Tianguis Turistico in Acapulco, Mexikos größte Tourismusmesse, und direkt im Anschluss eine Erkundungstour durch den Norden Mexikos – eine Region, die selbst ich noch nicht kannte. Innerhalb von zehn Tagen ging es einmal quer durchs Land: von der Pazifikküste in Acapulco bis hinauf in die spektakulären Kupferschluchten der Sierra Tarahumara, mit dem legendären Chepe Express als krönendem Höhepunkt. Persönliche Eindrücke und kleine Pannen sind in diesem Reisebericht Mexiko inklusive.
Acapulco: Am Pazifik angekommen
In Acapulco angekommen, spürte man die Auswirkungen der Tianguis Turistico bereits überall. Vergleichbar vielleicht mit der Buchmesse oder dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig (auf eine erste Mexiko-Tour einstimmen könnt ihr euch übrigens bei unseren 10 Gründen, nach Mexiko zu reisen): Überall wandelten Mexikaner in traditionellen Gewändern umher. Dafür hatte ich allerdings erst einmal wenig Fokus, denn ich war einfach nur übermüdet nach einer Anreise von 28 Stunden. Als ich endlich mein Hotel-Zimmer beziehen konnte, fielen mir um 17 Uhr die Augen zu, wohlgemerkt: in Deutschland war es bereits 1 Uhr morgens.

Tianguis Turistico, Klippenspringer und Fort San Diego
Am nächsten Tag startete die Tianguis Turistico offiziell. Anders als erhofft wurde es kein entspannter Tag. Die Eröffnungszeremonie blieb hinter meinen Erwartungen zurück: rund eine Stunde Ansprachen auf Spanisch, gefolgt von einem Stromausfall mit anschließendem Chaos.

Daher verließen wir die Veranstaltung etwas früher und stiegen in die bereitstehenden Busse, die uns zum nächsten Event brachten: Eine Bootsfahrt durch die Bahía de Acapulco! Vom Wasser aus zeigt sich Acapulco von einer ganz anderen Seite: pastellfarbene Villen an den steilen Hängen, Palmenstrände und im Hintergrund die markante Silhouette der Pazifikküste. Sehr zu empfehlen! Anschließend folgte eine zügige Stadtbesichtigung zu Fuß mit Halt in zwei Museen. Auch wenn Museen sonst nicht zu meinen Lieblingen gehören, war der Einblick durchaus interessant.
Den Abschluss bildete nach einem Snack die berühmte Klippenspringershow von La Quebrada. Beeindruckend, wie die Springer aus 30 Metern Höhe in den schmalen Felsspalt eintauchen. Am Ende des Abends war ich übrigens so müde, dass mir bei der letzten Vorführung tatsächlich kurz die Augen zugefallen sind.
Der erste richtige Messetag mit Meetings hatte es in sich. Ich war schon auf einigen Messen, aber die Tianguis Turistico ist wirklich besonders anstrengend. Die Halle ist riesig und es sind kaum Pausen eingeplant. Dieser sowie der nächste Tag waren gefüllt mit Meetings und Präsentationen. Mein Highlight an Tag 2: Ein Präsentationsfrühstück über das Bundesland San Luis Potosí!
Am Abend wurden wir mit dem Bus in die Stadt gebracht, wo uns ein wunderschöner Empfang im Acapulco Historical Museum of Fort San Diego erwartete, einer fünfeckigen Festung aus dem 17. Jahrhundert. Bunte Lichter, Live-Musik und eine fast mystische Atmosphäre, dazu kleine Kanapees, Getränke und eine schöne Show. Genau so soll es sein!
Chihuahua City: Sotol und Hochebene
Der zweite Teil meines Reiseberichts Mexiko führt mich in den Norden des Landes. Heute hieß es Abschied nehmen von Acapulco. Über Mexiko-Stadt ging es nach Chihuahua. Schon der Anflug auf die Stadt war atemberaubend schön: weite Hochebene, dazwischen schroffe Berge und ein endloser blauer Himmel.
Mein Reisebericht Mexiko wechselt damit endgültig in den Norden des Landes. Im Hotel in Chihuahua City angekommen, hatte ich noch ein wenig Zeit zum Entspannen. Den Tag schloss eine Sotol-Verkostung mit anschließendem Abendessen ab. Sotol ist die regionale Spirituose des Nordens Mexikos und wird, anders als Tequila oder Mezcal, aus einer Wüstenpflanze namens „Dasylirion“ gebrannt und hat einen herrlich erdiger Geschmack.

Cuauhtémoc: Mennoniten und Queso Chihuahua
Am nächsten Morgen starteten wir früh von der weiten Hochebene direkt in die zerklüftete Sierra Madre Occidental. Unser erster Halt war Cuauhtémoc, wo wir im Museo Menonita tief in die Geschichte der deutschstämmigen Glaubensgemeinschaft eintauchten, die 1922 aus Kanada einwanderte und die Region bis heute prägt. Es ist faszinierend, mitten in Mexiko von Plautdietsch sprechenden Menschen begrüßt zu werden, die sich bis heute traditionelle Kleidung und Lebensweise bewahrt haben.
Passend dazu durfte ein Besuch in einer traditionellen Käserei und einem Keksverkauf nicht fehlen, um den berühmten Queso Chihuahua direkt an der Quelle zu probieren. Ein milder, wunderbar schmelzender Käse, den ihr in dieser Qualität wirklich nur hier bekommt.

Creel: Pueblo Mágico in der Sierra Tarahumara
Auf der Weiterfahrt Richtung Creel machten wir einen Stopp für eine leckere Pizza, bevor die Landschaft immer spektakulärer wurde.
In der Sierra Tarahumara angekommen, besuchten wir die Cueva de San Sebastián, eine von Rarámuri bewohnte Höhle, die einen authentischen Einblick in deren naturverbundene Lebensweise gibt. Die Rarámuri, auch Tarahumara genannt, sind weltweit für ihre legendäre Ausdauer beim Laufen bekannt und leben seit Jahrhunderten in dieser unwirtlichen Bergregion.
Danach erkundeten wir die bizarren Felsformationen der Umgebung und spazierten durch das Valley of the Frogs, Mushrooms und Monks, deren riesige Steingestalten der Erosion über Jahrtausende hinweg trotzen.

Den Abend ließen wir im gemütlichen Ambiente von „The Lodge“ in Creel ausklingen. Die Stadt liegt auf über 2.300 Metern Höhe und ist als „Pueblo Mágico“ ausgezeichnet, eine Auszeichnung, die Mexikos kulturell und landschaftlich besonders sehenswerte Orte hervorhebt.
Kupfercanyon: Highlight im Reisebericht Mexiko

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg, um endlich die gewaltigen Ausmaße des Kupfercanyon mit eigenen Augen zu sehen. Auch bekannt als Barrancas del Cobre oder Copper Canyon, ist dieses Schluchtensystem viermal so groß und teilweise tiefer als der Grand Canyon in den USA und dennoch international weit weniger bekannt. Genau das macht den Reiz aus.
Im berühmten Adventure Park angekommen, stand ich vor der Wahl zwischen purem Adrenalin auf der Zip-Line oder einer entspannteren Perspektive. Wer dieses Abenteuer selbst erleben möchte, findet bei uns den passenden Reisebaustein Abenteuer Kupferschluchten. Nach langem Überlegen entschied ich mich für die Seilbahn. Die tiefen Schluchten, die unter mir vorbeizogen, waren wirklich spektakulär.
Übernachtung mit Canyon-Blick
Danach ging es zu unserem Hotel in Posada Barrancas, das direkt am Hang erbaut wurde. Alle Zimmer haben einen eigenen Balkon mit direktem Blick auf den Canyon. Ein Anblick, der so überwältigend ist, dass ich mir für den nächsten Morgen fest vorgenommen habe, pünktlich zum Sonnenaufgang wach zu sein.

Nach dem Mittagessen tauchten wir tiefer in die lokale Kultur ein und unternahmen eine Wanderung in Begleitung einer Rarámuri-Frau. Sie zeigte uns ihre Heimat und bot uns anschließend eine traditionelle Tanzeinlage.
Nach dem Abendessen bot die Natur dann noch ein ganz eigenes Schauspiel. Vom Balkon aus konnte ich den Mondaufgang über den Bergen beobachten und einen unglaublichen Sternenhimmel genießen, der hier oben in der klaren Luft der Sierra Madre besonders hell leuchtet.
Chepe Express: Bahnabenteuer durch die Sierra Madre
Das letzte Kapitel meines Reiseberichts Mexiko beginnt: Heute hieß es Abschied nehmen von der atemberaubenden Kulisse in Divisadero. Nach einem letzten Blick über die Schluchten wurden wir zum Bahnhof gebracht, wo ein weiteres Highlight meiner Mexiko-Reise auf mich wartete: die Fahrt mit dem legendären Chepe Express nach El Fuerte.
Die Strecke „Ferrocarril Chihuahua al Pacífico“ gilt zu Recht als eine der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt. 86 Tunnel und 37 Brücken durchqueren die Sierra Madre auf einer Strecke von rund 650 Kilometern.
Während der Zug sich seinen Weg aus den Höhen hinunter in Richtung Küstenebene bahnte, zog eine ständig wechselnde Landschaft an uns vorbei: schroffe Felsen, tiefe Canyons und schließlich üppigere, fast subtropische Vegetation. Wer diese spektakuläre Bahnstrecke selbst erleben möchte, dem empfehlen wir unseren Reisebaustein Zugfahrt durch die Kupferschluchten.
El Fuerte: Koloniale Gassen und ein Abendessen mit Zorro
Die finale Station meines Reiseberichts Mexiko ist El Fuerte. In El Fuerte angekommen, genossen wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Wir schlenderten durch die kolonialen Gassen der „Pueblo Mágico“ und ließen uns von der entspannten Atmosphäre treiben.
Den krönenden Abschluss bildete unser letztes gemeinsames Abendessen mit der Gruppe. Es war ein stimmungsvoller Abend, der durch einen Auftritt von „Zorro“ abgerundet wurde.

El Fuerte gilt nämlich als Geburtsort der Legende von Zorro. Wir haben den Abend sogar in dem Haus verbracht, in dem der echte Diego de la Vega Ende des 18. Jahrhunderts geboren sein soll. Die theatralische Einlage des maskierten Rächers beim Abendessen hat die Geschichte dieses charmanten Ortes auf sehr unterhaltsame Weise lebendig gemacht. Ein würdiger Ausklang für eine unvergessliche Zeit in Mexiko.
Reisebericht Mexiko: Mein Fazit
Diese Reise hat mir gezeigt, wie unglaublich facettenreich Mexiko ist. Innerhalb weniger Tage erlebt man Pazifikflair in Acapulco, koloniale Geschichte in El Fuerte, eine ganz eigene mennonitische Kultur in Cuauhtémoc, die jahrhundertealte Tradition der Rarámuri in der Sierra Tarahumara und mit dem Kupfercanyon eines der größten Naturwunder Nordamerikas.
Wer den klassischen Mexiko-Routen wie der Mexiko-Höhepunkte-Rundreise oder einem Aufenthalt in Mexiko-Stadt noch etwas Neues hinzufügen möchte, sollte den Norden unbedingt auf den Reise-Wunschzettel setzen. Ich komme jedenfalls wieder.
Sie möchten die Kupferschluchten selbst erleben?
Vom Pazifik über die Sierra Madre bis in die Kupferschluchten: Mexikos Norden hält weit mehr bereit als Yucatán und Cancún. Wir bieten zwei Reisebausteine, die genau diese spektakuläre Region erlebbar machen – buchbar einzeln oder als Verlängerung Ihrer individuellen Mexiko-Reise.
Abenteuer Kupferschluchten (ab Los Mochis, 4 Tage)
Route: Los Mochis – Posada Barrancas – Creel – Chihuahua.
Dieser viertägige Reisebaustein führt Sie mit dem Chepe Express Turista von der Pazifikküste hinauf in die Sierra Tarahumara. Auf dem Programm stehen eine Seilbahnfahrt im Adventure Park mit Blick auf die Schluchten, der Besuch einer Rarámuri-Höhle, das Valle de los Hongos y Ranas, der tiefblaue Lago de Arareco und ein Bummel durch den Pueblo Mágico Creel.
Zugfahrt Kupferschluchten (ab Chihuahua, 5 Tage)
Route: Chihuahua – Creel – Divisadero – Cerocahui – El Fuerte – Los Mochis.
Der fünftägige Reisebaustein beginnt in Chihuahua mit dem Besuch eines Mennonitendorfs und führt Sie über den berühmten Aussichtspunkt Divisadero und La Piedra Volada bis nach Cerocahui. Höhepunkt ist die rund vierstündige Panoramazugfahrt im Chepe Express bis in die Kolonialstadt El Fuerte – mit der spektakulären Überquerung der Agua-Caliente-Brücke inklusive.
Beide Bausteine lassen sich nach Ihren Wünschen verlängern oder mit anderen Mexiko-Stationen kombinieren. Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie persönlich.