Neues Reiseziel in Sicht: Die Dominikanische Republik

Neues Reiseziel in Sicht: Die Dominikanische Republik

Viele kennen die Dominikanische Republik nur vom Strand- oder Surf-Urlaub. Aber das Land hat viel mehr zu bieten.

Unsere Kollegin Laura Bartira De Oliveira Girnstein berichtet ausführlich im Interview.

Laura Bartira De Oliveira Grinstein von Gateway Lateinamerika mit Kamera auf dem zentralen Platz von Santiago de los Caballeros vor dem historischen Pavillon in der Dominikanischen Republik.

I: Hallo Laura! Du warst ja jetzt auf Dienstreise in der DOMREP. Wie kam es dazu?

Laura: Ich bekam eine Einladung für einen FAM-Trip von Air-Europa und dem Fremdenverkehrsamt der Dominikanischen Republik. Das war ganz spontan, da wurden ein paar Leute ausgewählter Agenturen angeschrieben, ob sie mitkommen möchten.

I: Wie war denn deine Ankunft und dein erster Eindruck vom Land?

Laura: Die Menschen sind unglaublich freundlich da. In gewisser Weise hatte ich das schon erwartet, weil ich die Lateinamerikaner kenne. Aber die Freundlichkeit und die zuvorkommende Art in diesem Land hat mich wirklich sehr überrascht. Sie sind gastfreundlich und hilfsbereit und stolz auf ihr Land. Es gibt wenig Neider und die Menschen in der Dominikanischen Republik gönnen sich ihr Glück. Anders als in vielen Ländern Lateinamerikas. Das hat uns alle positiv überrascht.

I: Und ihr wart dann quasi eine so kleine Gruppe?

Laura: Genau, zusammen mit Michael und Alex von Dominican Expert, sowie Helge Siems von Air Europa und Petra Cruz vom Tourist Board der Dominikanischen Republik, waren wir 12 Personen. Also eine relativ kleine Gruppe. Ein ‘Special Guest’ war Michael Krane vom “Travel talk”. Er hat unseren Trip begleitet und einen Bericht darüber geschrieben: “Produktprofis in der Dominikanischen Republik”.

I: Und das war jetzt für eine Woche?

Laura: Ja, acht Tage müssten das gewesen sein.

I: Und hattest du vorher schon ein Bild von dem Land?

Laura:  Ehrlich gesagt, nehmen viele in Deutschland die Dominikanische Republik eher als günstige All-Inclusive-Destination wahr – also für Strandurlaub. Überraschender Weise hört man noch nicht so viele positive Dinge über Land und Leute in den Medien. Das kann ich so absolut nicht bestätigen! Vor Ort habe ich die Menschen als sehr freundlich wahrgenommen. Das Reisen ist auch nicht gefährlich, wie man hört. Deshalb lässt es sich gut mit dem Mietwagen bereisen. Ebenfalls war ich begeistert von der Natur, der Kultur und dem unglaublich leckeren Essen!

I: Welche Regionen hast du besucht?

Laura: Wenn ich mir das merken könnte (lacht). Gestartet sind wir in Santiago de los Caballeros, die zweitgrößte, zentral gelegene Stadt in der Domrep. Anschließend sind wir in die Cordillera Central gefahren wo die Gegend eher grün ist. Weiter ging es Richtung Küste in den Norden, also in die Umgebung von Puerto Plata.

I: Und von dort aus seid ihr direkt in die Berge gefahren?

Laura: Genau, in die Bergregion bei Jarabacoa. Das sind wir ein paar Tage geblieben und haben uns die Region angeschaut, Kakaoplantagen und eine Kaffeefabrik besucht. Aufgrund des Wetters (es hat da sehr stark geregnet die Tage vorher) konnten wir unsere Rating-Tour nicht wie geplant machen und einen der vielbesuchten Wasserfälle nicht besuchen. Aber es wurde alles mögliche an Alternativen angeboten.

I: War das Regenzeit, wo ihr dort wart?

Laura: Es hat gerade angefangen, ja. Aber in der Bergregion regnet es natürlich ein bisschen mehr. Dann kannn es gefährlich sein, insbesondere in den Bergen, am Wasser unterwegs zu sein. Deshalb ist es gut, dass die Zugänge zu den Wasserfällen in diesem Zeitraum oft gesperrt werden.

I: Wie waren die Temperaturen so?

Laura: Es war sehr warm. Die Temperaturen schwanken zwischen 30 und 33 Grad. Das klingt für viele erstmal ziemlich warm – und ja, die Luftfeuchtigkeit ist hoch, schließlich liegt die Dominikanische Republik in der tropischen Klimazone. Aber es ist wirklich gut auszuhalten und sogar angenehm. In der Stadt kann es zwar auch mal drückend sein, aber dafür haben die Hotels zum Glück einen Pool. Sobald man allerdings in die Bergregion kommt, kühlt es spürbar ab.

I: Gab es einen Ort oder Moment, der dir besonders in Gedächtnis geblieben ist?

Laura: Wir waren noch, nachdem wir in den Bergen waren, an der Nordküste – Richtung Puerto Plata und Cabarete. Cabarete ist so die Surfer- und Kitesurf-Hochburg in der Domrep. Ein absolutes Muss für alle, die gern auf dem Wasser unterwegs sind! Da kommen ganz viele Menschen aus aller Welt zusammen, weil es tatsächlich einer der besten Surfspots weltweit ist. An der Nordküste gibt es ein großes Riff direkt vor der Küste, was ideale Bedingungen schafft: Die Kitesurfer bleiben vor dem Riff, die Wellenreiter sind dahinter unterwegs. Das ist auch super für alle, die einfach nur schwimmen und sich abkühlen möchten, denn man gelangt nicht direkt ins offene Meer. Übrigens ist man trotz des karibischen Flairs an der Küste des Atlantischen Ozeans.

I: Wie vielseitig ist die Landschaft?

Laura: Die Domrep hat total viele unterschiedliche Regionen, aber auf relativ kleiner Fläche. Genau deshalb ein perfektes Ziel für Leute, die wenig Zeit haben und viel abdecken möchten. Also wenn man so eine Woche unterwegs ist, kann man tatsächlich auch viel mitnehmen. Innerhalb weniger Tage sieht man Städte, die Berge und die Küstenregion, inkl. Nationalparks und Dschungel! Und das Beste: Die Straßen sind echt gut befahrbar und asphaltiert. Also perfekt für Mietwagenreisen!

I: Und wie sieht es preislich so aus?

Laura: Verglichen mit größeren Ländern kommt man recht günstig weg. Es gibt alles: von einfacher Mittelklasse bis zur Komfortklasse. Ich finde, gehobene Mittelklasse reicht völlig, wenn man nur zwei Tage an einem Ort ist. Und es ist wirklich sehr sicher, das hat mich überrascht. Man liest und hört ja viel über mögliche Gefahren, aber ich habe mich sehr sicher gefühlt. Der Rest der Gruppe übrigens auch. Klar, in Großstädten gibt es Ecken, die man meiden sollte , aber das ist ja überall so.
Was ich auch super schön fand: Die Menschen gönnen sich gegenseitig viel. Reiche und Arme leben oft Tür an Tür. Hochsicherheitsvillen mit Zäunen oder Security haben wir kaum gesehen.

I: Welche Aktivitäten oder Ausflüge würdest du empfehlen, um gerade das Land auch möglichst intensiv zu erleben?

Laura: Ich würde auf jeden Fall eine dieser Rafting-Touren mitmachen, die werden ja in verschiedenen Regionen angeboten. Wanderungen zu diesen Senderos, diesen kleinen Cenoten oder Pools. Das kann man natürlich verbinden mit Wanderung, Schwimmen und Zipline – Action. Super. Das war wirklich beeindruckend. Ein absolutes Highlight war für mich die Kakaoplantage in Jarabacoa. Ich habe selten eine so schöne und informative Tour erlebt – nachhaltig geführt und in meinen Augen die beste der ganzen Reise.

Ich: Weil ihr da viel probieren durftet oder weil die Guides richtige Spezialisten waren?

Laura: Beides. Schon zur Begrüßung gab’s einen Kakao – 100 %, frisch gemahlen, nur mit heißem Wasser aufgegossen. Ich habe noch nie so guten Kakao getrunken. Dann wurden wir durch die Plantage geführt, haben gesehen, wie man Keimlinge pflanzt, wie die Bäume wachsen. Wir haben Kakaofrüchte geerntet, geöffnet, das Fruchtfleisch probiert. Und am Ende konnten wir unsere eigenen Bohnen mahlen und unsere eigene kleine Tafel Schokolade machen, zum Mitnehmen. Das war ein echtes Erlebnis.

I: Hast du auch gespürt, dass das alles so nachhaltig ist?

Laura: Ja, das Ganze ist ökologisch geführt – das merkt man deutlich und das macht es auch so authentisch.

I: Würdest du sagen, ist es touristisch schon sehr erschlossen?

Laura: Gar nicht. Wenn man an die Dominikanische Republik denkt, dann eigentlich nur an Punta Cana – Strand und große Resorts an der Karibikküste. Aber der Norden ist kaum besucht. Man trifft dort eher ausgewanderte Schweizer, Kanadier, Niederländer und natürlich Leute, die surfen oder kiten. Touristen gibt es wenige. Was für Reisende super ist: Man hat viele tolle Unterkünfte fast für sich allein, denn das Publikum dort besteht größtenteils aus Einheimischen. Man hört kaum Deutsch, die Preise sind noch niedrig – ideal für einen ruhigen, authentischen Urlaub.

Ich: Welche Art von Reisen bieten wir dann zukünftig für unsere Kunden an?

Laura:
Vor allem Mietwagenreisen. Man kann das Land super individuell bereisen. Die Agenturen vor Ort sind per WhatsApp erreichbar und schicken im Vorfeld die komplette Route mit Infos und Geheimtipps. Man hat täglich Kontakt. Das ist ideal nicht nur für Familien, sondern auch für Alleinreisende. Wir planen auch Gruppenreisen mit den Highlights, z. B. als Rundreise.

I: Was wären dann Start- bzw. Zielflughäfen?

Laura:
Wahrscheinlich Santo Domingo, das ist einer der größten Flughäfen. Aber es gibt auch Flüge nach Punta Cana oder Santiago. Und dann gibt es tatsächlich in Puerto Plata noch einen Flughafen, der von der Condor angeflogen wird.

I: Noch drei kurze Fragen. Für wen eignen sich die Reisen besonders?

Laura: Für Genießer, Kulturinteressierte, Naturliebhaber und Familien. Das Land ist klein, aber sehr facettenreich. Man hat die Karibik auf der einen, den Atlantik auf der anderen Seite, dazwischen Berge, Dschungel, Mangroven. Weniger geeignet ist es für Städtereisende oder Menschen, die keine Insekten mögen.

I: Ab wann können unsere Kunden mit den ersten Reiseangeboten rechnen?

Laura: Anfang September! Kleinere Reise-Touren haben wir schon hochgeladen. Da gibt es jetzt schon einiges. Da haben uns übrigens auch unsere Praktikant:innen ganz toll unterstützt (lacht). Wir arbeiten daran, unseren Kunden so schnell es geht dieses wunderschöne Land anzubieten! Ich möchte schließlich meine Begeisterung teilen!

I: Toll! Drei Worte, mit denen du deine Reise zusammenfassen würdest?

Laura: Abenteuer, Natur, Kultur und kulinarisches Erlebnis. Das waren 4 (lacht). Es ist tatsächlich für jeden was dabei.

I: Das klingt gut. Gibt’s noch etwas, das du erzählen möchtest?

Laura: Oh ja! Es gibt auf der Insel kein einziges giftiges Insekt, keine einzige giftige Schlange, gar nichts. Und keine Raubtiere. Stattdassen kann man andere Tiere sichten wie den Schmalschnabel-Toti, einen kleinen gelb-grünen Vogel der nur auf der Insel heimisch ist.

I: Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast! Wir sind gespannt auf die neuen Reisen!

Laura: Ich auch! Dankeschön

Bunte Schirminstallation zwischen Bougainvillea-Blüten als farbenfrohes Straßenkunstmotiv in der Dominikanischen Republik.
Unberührter Sandstrand mit Felsen und Palmen an der Mündung des Rio San Juan an der Nordküste der Dominikanischen Republik.
Traditionell beladener Esel vor einer grünen Holzwand in einem Dorf der Dominikanischen Republik.


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