Gruppe von Trommlern in Brasilien

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Die Küche Brasiliens

Die Küche Brasiliens ist so vielfältig wie das ganze Land selbst. Es gibt wirklich alles was das Herz begehrt von köstlichen Fleisch- und Fischgerichten, frischem, exotischem Obst bis zu den leckersten Drinks und Erfrischungsgetränken. All diese Speisen und Getränke aufzuzählen wäre unmöglich, weshalb wir Ihnen nachstehend wenigstens die wichtigsten Köstlichkeiten aufgelistet und beschrieben haben, um Ihnen schon einmal so richtig Geschmack auf Brasilien zu machen. Doch am besten entdecken Sie vor Ort selbst einmal wie saftig eine „Picanha“, wie erfrischend ein „cerveja bem gelada“ oder wie fruchtig ein „Suco de laranja“ schmeckt.

Acarajé: Als der wohl bekannteste Snack Bahias werden diese ovalen Küchlein aus einem in Dendê-Öl gebackenen Fradinho-Bohnenteig, dem ein Malaguette-Pfeffersud und getrocknete Krabben beigemengt werden, zubereitet. Besonders in Salvador können Sie sich diesen Snack von einer prächtig in weiß gekleideten und mit Schmuckbehängten, fülligen, dunkelhäutigen Baiana frisch zubereiten lassen.

Batida: Eine Batida ist ein Mixgetränk, in der Regel aus Cachaça, Zucker und frischem Obst. Die gängigste Batida ist die mit Kokosmilch hergestellte „Batida de Coco“. Aber auch mit anderen tropischen Früchten (wie z. B. mit Maracujá) und auch ohne Alkohol schmeckt eine Batida vorzüglich.

Cafézinho: Wörtlich "kleiner Kaffee". Der Cafézinho ist DAS Nationalgetränk der Brasilianer! In vielen Hotels, Pousadas oder auch in Behörden erhält man ihn oft kostenlos an Automaten. Oft wird der heiße Kaffee auf den Straßen und auf Märkten von fliegenden Händlern in Thermoskannen an die Passanten verkauft. Gönnen Sie sich doch einmal eine belebende Ruhepause zwischendurch und lassen sich einen Kaffee mitten auf einer schönen Praça servieren. Eine gute Gelegenheit auch um Land und Leute kennen zu lernen.

Cachaça: Der brasilianische Rum und Nationalschnaps, oft auch „Pinga“ genannt, wird aus Zuckerrohr hergestellt und fast zu jeder Gelegenheit konsumiert. Ob eher pur als Verdauungsschnaps oder als Zutat für eine leckere Caipirinha – die Brasilianer lieben ihre Cachaça. Angefangen von den preiswerteren Cachaças wie „Pitu“ oder „51“, die bereits ab € 1,50 in Supermärkten erhältlich sind, kann eine exklusivere Cachaça auch leicht einmal über € 50 kosten.

Caipirinha: DER Brasilianische Cocktail und weltweit in aller Munde. Die Caipirinha ist erfrischend, fruchtig-gesund und einfach zuzubereiten. Einfach geviertelte und gewaschene Limetten mit Zucker in einem Glas zerstampfen, zerkleinerte Eiswürfel drauf und mit einem guten Schuss Cachaça aufgießen. Fertig ist das brasilianische Nationalgetränk. In Brasilien wird übrigens kein brauner Rohrzucker bei der Zubereitung verwendet, sondern fein raffinierter, weißer Zucker. Probieren Sie auch einmal die leckeren Varianten mit Maracujá, Erdbeere oder Kokosnuss Die Caipirinha wurde ursprünglich von den Caipiras, den Bewohnern von Zentral-São Paulo (Staat) getrunken, die Limetten mit Cachaça mixten und Gefallen am Geschmack fanden.

Cerveja (Bier): Auch wenn für das Mutterland der Capirinha fast unvorstellbar - Brasilianer sind leidenschaftliche Biertrinker. Die beliebtesten einheimischen Marken sind Skol, Antarctica und Brahma. Alle in Brasilien gebrauten Biere sind lecker und leicht bekömmlich. „Cervejinha“ (Bierchen) wird das Bier von den Brasilianern liebevoll genannt und „Chope“ heißt das frisch gezapfte Bier. Neben den brasilianischen Biermarken gibt es natürlich auch Importbiere aus der ganzen Welt, also auch Heineken oder Deutsches Bier. Worauf Sie immer achten sollten ist, dass das Bier „bem gelada“, also „eiskalt“ serviert wird. Denn nur dann schmeckt es bei den heißen Temperaturen auch wirklich erfrischend. Bei manchen der bunten Brauereikühlschränken in den Bars kann man die aktuelle Temperatur sogar auf einer Anzeige ablesen.

Churrasco (Spießbraten):  Brasilien, und dabei besonders der Süden, Südosten und Mittelwesten, ist eine der größten Viehzuchtregionen der Erde. Daher kann man in diesen Gegenden, aber auch im Norden von Brasilien ausgezeichneten Churrasco genießen. Saftiges Rind-, Schweinefleisch oder Geflügel, das über der Glut oder am Grill gebraten und mit Salzwasser beträufelt wird. In einer „Churrasceria“, dem brasilianischen Barbecue-Restaurant werden Ihnen eine Auswahl der besten Fleischsorten serviert. So gibt es Maminha de Alcatra (Bürgermeisterstück), Fraudinha (Dünnung), fein geschnittene Picanha (Hüfte), Contra-Filé (mittleres Rückenstürck) oder Filé-Mignon (Filet mignon). Und für die mutigeren Esser coração de frango (Hühnchenherzen) oder figado (Leber). (Beim „Rodizio“ (All-Inclusive) werden ihnen dabei zu einem vorteilhaften Festpreis Fleisch, gerösteter Käse am Spieß oder sogar gegrillte Ananas am Spieß direkt am Tisch serviert und neben einer Auswahl an Beilagen vom Buffet können Sie solange zugreifen wie Sie möchten. Nur das Dessert und die Getränke sind meist exklusive. Wenn ein Brasilianer Sie einmal zu einem Churrasco bei sich zu Hause oder am Strand einladen sollte – gehen Sie hin, sonst lassen Sie sich ein köstliches, fröhliches Grillfest entgehen. 

Feijoada (Bohneneintopf): Das wohl bekannteste Gericht der brasilianischen Küche ist die Feijoada. Ursprünglich ein preiswertes Gericht für Sklaven bestehend aus vor sich hinköchelnden schwarzen Bohnen (feijão preto) unter Zugabe von nicht verwendeten Fleischresten des Herrenhauses wie Ohren, Füße, Rüssel und Ringelschwänze vom Schwein. Heute im Wesentlichen noch dasselbe, jedoch raffinierter zubereitet mit Schweinklein oder Speck, gesalzenem Schweinefleisch, an der Sonne getrocknetem Rindfleisch sowie Linguiça und Paio genannten Würstchen. Dazu wird Reis, Maniokmehl („Farofa“) und gedünsteter Grünkohl („Couve“) serviert. Die Brasilianer lieben ihre Feijoada und feiern meist Samstags eine Grillfest-ähnliche Feijoada-Party mit Freunden und Familie. 

Frutas (Früchte): Brasilien verfügt über einen schier unerschöpfliches Vorrat an tropischen Früchten, wobei nur die gängigsten unter Ihnen über eine deutsche Übersetzung verfügen. Oft trifft man in einer Region eine bestimmte Frucht an, die im nächsten Bundesland bereits nicht mehr wächst. Im südlicheren und mittleren Teil von Brasilien sind die meist verbreiteten Früchte: Banane (Banana), Passionsfrucht (Maracujá), Ananas (Abacaxi), Orange (Laranja), Guave (Goiaba), Avocado (Abacate), Erdbeere (Morango), Pfirsich (Péssego), Apfel (Maça), Wassermelone (Melancia), Cashew-Nuss (Caju), Weintraube (Uva), Limone (Lima), Papaya (Mamão), Granatapfel (Romã), Feige (Figo), Schwarzkirsche (Jaboticaba) und Mango (Manga). Im Norden und Nordosten trifft man die exotischeren Varianten an, wie: Graviola, Fruta do Conde, Cupuaçu, Bacuri, Tamarinde, Pitanga, Açaí, Biribá, Umbu, Jambo, Mangaba oder Jaca. Aus all diesen Früchten werden nicht nur Säfte, sondern auch leckere Eiscremes zubereitet. 

Guaraná: Dieses alkoholfreie Getränk hat seine Wurzeln in Amazonien und wird aus der dort wachsenden Guaraná Beere gewonnen. Guaraná hat eine belebende Wirkung, jedoch nicht in dem Maße wie Sie es sich vielleicht unter den hier erhältlichen Energiedrinks vorstellen. Dennoch werden ihr aphrodisische Kräfte nachgesagt. Man könnte es als DIE Coca-Cola Brasiliens bezeichnen. Das kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränk schmeckt etwas nach Kaugummi und ist vielleicht für den ein oder anderen zunächst gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach den ersten Guaranás kommt man fast nicht mehr davon los. 

Moqueca (Fischeintopf): Die Moqueca ist eines der Nationalgerichte Brasiliens und Teil der afrobrasilianischen Küche. Vor allem in Bahia und dem Nordosten finden Sie diese leckere Fischspeise „Moqueca baiana“. Sie besteht aus geschmorten Fischfilets und/oder Meeresfrüchten, Kokosmilch und scharfem Pfeffer und  wird in einem schweren Gusstopf gekocht. Abschließend wir Sie mit dem für die regionale Küche bekannten Dendê (Palmöl) abgeschmeckt, was dem Gericht zudem seine charakteristische rote Färbung verleiht. Moqueca heißt auch ein indianisches Gericht aus dem Amazonas-Gebiet: auf dem Grill gebratener Fisch, der in Bananenblätter eingewickelt wird. Egal welche Art von Moquequa: Versuchen sollten Sie sie allemal. 

Pão de Queijo (Käsebrot): Würde man den Namen wortwörtlich ins Deutsche übersetzen wäre es ein “Brot aus Käse”, was es nicht ganz trifft. Der in kleine Kugeln geformte Brotsnack und Essensbeilage stammt aus der mineirischen Küche (Bundesland Minas Gerais) und wird aus feinem Maniokmehl und Minas-Käse gebacken. Die fertige Backmischung kann in Supermärkten erworben werden und wurde bereits weltweit exportiert – so lecker schmecken die Käsebrotkugeln. 

Pastel (Pastete): In den ursprünglich von den chinesischen Einwanderern gegründeten Pastelerias (ähnlich einer Bäckerei) bekommen Sie die leckeren „Pastéis“, knusprige Taschen aus feinem weißen Teig, gefüllt mit Mozzarella, Fleisch oder Palmenherzen und ausgebacken in heißem Öl. Leckeres, brasilianisches Fast-Food. 

Pizza: In allen größeren Städten gibt es Unmengen von Pizzerias und diese von der einfachsten, preisgünstigen Bude bis zum feinen Spezialitätenrestaurant. Die besten Pizzas bekommen Sie in „Little Italy“ in São Paulo mit seinen zahlreichen italienischen Einwanderern. Am Verbreitesten sind die Pizzas „Mozzarella“, „Margherita“, „Calabreza“ (mit der gleichnamigen fetten Wurst), „Quatro Queijos“ (Vier Käse: Mozzarella, Provolone, Catupiry und Gorgonzola) oder die „Portuguesa“ (Mozzarella, Eier, Oliven und Zwiebeln). Bei einem Pizza-Rodízio werden einem zu einem Festpreis nacheinander bis zu 40 verschiedene Pizzas an den Tisch serviert und Sie können bestimmen, von welcher Sie ein Stückchen möchten und von welcher nicht. Versuchen Sie auch einmal die „Pizza Doce“, die „süße Pizza“ erhältlich mit Kokosraspeln, Schokosoße oder frischen Früchten. 

Queijo Coalho: Dieser Käse aus Magermilch ähnlich einem norditalienischen Mozarella wird in rechteckigen Stücken auf eine Holzspieß gesteckt und fast an allen Stränden Brasiliens für umgerechnet ca. 50 Cent frisch über einem kleinen Grill geschmort. Für Liebhaber geschmolzenen Käses eine wahre Gaumenfreude und bestens für den kleinen Hunger zwischendurch. 

Salgadinhos: Das sind kleine salzige Appetithäppchen, die meist in Padarias (Bäckereien) oder Lanchonetes (Stehimbisse) angeboten werden. Eine gute Alternative zum Essen der auch in Brasilien weit verbreiteten internationalen Fastfood-Ketten. Unter den Salgadinhos gibt es Empadinhas (kleine Pastete mit einer Füllung aus Fleisch = carne, Palmenherzen = Palmito oder Krabben = camarão), Coxinhas de Frango (aus einem Mehl-Kartoffel-Teig gebackenes Küchlein, mit zerkleinertem Hühnerfleisch gefüllt), Pão de Queijo (Käsebrotkugeln) oder kleinen Leckerbissen aus der arabischen Küche, wie z. B. gebackener Quibe aus Weizenvollkorn mit Hackfleisch. 

Sucos (Fruchtsäfte): Spätestens beim ersten Frühstück werden Sie in den Genuss eines frisch zubereiteten Fruchtsaftes kommen. Auch in vielen Bars und Cafés können Sie Säfte aus Manga (Mango), Abacaxi (Ananas), Banana (Banane) und vielen anderen Früchten, und das für wenig Geld, probieren. An fast allen Stränden Brasilien wird ihnen das Wasser frischer Kokosnüsse („Agua de coco“) oder auch frischer Zuckerrohrsaft („Caldo de cana“) angeboten. Sie sollten auf jeden Fall einmal einen suco probieren; es lohnt sich! 

Vitaminas (Milchshakes): Ähnlich einem „Suco“ kommt bei den Vitaminas zu den frischen Früchten, dem Eis und dem Zucker noch ein guter Schuss Milch dazu und schmeckt wie ein frischer, erfrischender Milchshake.